Freitag, 30. August 2019

+++ TELEGRAMM +++ Ausflug nach Grobina....

.....eigentliche war der heutige Tag als Ruhetag gedacht, aber nach unserem leckeren Frühstück zog es uns doch in die nähere Umgebung von Liepāja.
Wir radelten also nach Grobina (deutsch Grobin). Grobina ist die älteste Siedlung auf dem Gebiet Lettlands. Im 7. bis 11. Jahrhundert war die Stadt ein bedeutendes Kultur- und Handelszentrum. Die Stadt wurde sowohl von Kuren als von skandinavischen Wikingern beherrscht.
Wir besuchten heute die mittelalterliche Burgruine von Grobina. Das war die Residenz des Herzogs Jakob :



Die Burgruine ist alljährlich im Mai Veranstaltungsort eines „Festes der lebendigen Geschichte“ - ein großes Wikingerfest :







Die Spuren der Wikinger sind überall zu sehen :



Die evangelisch-lutherische Kirche war heute leider geschlossen:



Das Wikingerboot sticht in See:



Øyvind beobachtet derweil die Vogelwelt auf dem schönen See :



Ein Storch gesellt sich hinzu. Der Storch ist übrigens auch das Wappentier der Stadt Grobina:


Nebenan befindet sich ein Wikingermuseum. Hier kann man sich die Boote der Wikinger und deren Lebensweise anschauen :






Øyvind macht es den Wikingern nach und rudert schon mal ein ganzes Stück voraus :



Wir radeln zurück nach Liepāja und besuchen den Campingplatz der Stadt :



...mit angeschlossenen Wassersportzentrum. Die Lage am See spricht uns auch an :



Im Vorfeld wollten wir ja eigentlich so eine gemütliche Holzhütte buchen, haben uns aber später für das in der Innenstadt liegende Hotel entschieden :



Zurück an der Strandpromenade von Liepāja. Øyvind erklärt die Welt :



Morgen geht es leider schon zurück....nach Vācija !




Mittwoch, 28. August 2019

+++ TELEGRAMM +++ Von Ventspils nach Liepāja....


...diesen Streckenabschnitte, etwas über 120 Kilometer, haben wir uns auf zwei Tage aufgeteilt. Unterwegs übernachten wir in Pāvilosta.
Wir radeln auf der Straße P111 und haben mit heftigen Gegenwind , vielen LKW‘s und manchmal schlechten Straßenverhältnissen zu kämpfen. Am Straßenrand sehen wir viele Birkenwälder und wünschen uns, dass sich vielleicht einmal ein Elch blicken lässt.....Das sind eben so Gedanken auf die man beim stundenlangen radeln so kommt....

Der Ort Pāvilosta hat etwas gemütliches. Man befindet sich in der stillen Natur und kann stundenlang am herrlichen Sonnenstrand relaxen. Hier haben wir uns auf dem Campingplatz eine kleine Hütte gemietet.

Die letzte Etappe nach Liepāja liegt uns dann doch ganz schön in den Knochen. Kein Wunder, sind wir doch 18 Tage ohne einen einzigen Pausentag durchgeradelt.
In Liepāja gönnen wir uns endlich ein richtig großes Stück Torte......

Kilometerlange Birkenwälder begleiten uns am Straßenrand :



Trinkpause :



Unterwegs besuchen wir diese Klippe :



Ich und der kilometer lange Strand :



Auf der langen Strecke ab Ventspils entdecken wir unterwegs nur diese eine katholische Kirche :



Für den Betrachter ein normales Bild. Für uns fast ein Segen. Nach 50 Kilometern kommt dieser Laden gerade wie gerufen. Wir essen hier ein Eis und kaufen alkoholfreies Bier :



Bei Pãvilosta treffen wir auf den Fluss Saka , dieser mündet später in die Ostsee :



Campingplatz Idylle am Abend. Wir bekommen Besuch. Eine Katze will noch etwas Fisch naschen :






Heute morgen - Es stimmt! Hier gibt es tatsächlich Elche in Lettland:



Das Etappenziel Liepãja und auch das Ende unserer langen Baltikum Tour ist erreicht. Wir feiern 1350 Kilometer mit einem großen Stück Torte :






Dienstag, 27. August 2019

+++ TELEGRAMM +++ Willkommen in Ventspils....


.....heute erreichen wir Ventspils (deutsch Windau). Eine Stadt die gar nicht auf unserem Urlaubsplan stand. Da wir aber gut in der Zeit liegen machen wir auch hier Stop.
Wir hätten auch etwas verpasst wenn wir uns Ventspils nicht angeschaut hätten.
Überraschend: Die Infrastruktur für Radfahrer ist ausgezeichnet. Bereits 10 Kilometer vor der Innenstadt beginnen die Radwege. Auch der Zustand ist sehr gut. Das kann wirklich nicht jede lettische Stadt von sich behaupten. Mittlerweile können wir da mitreden !
Ventspils ist sehr modern. Rekonstruierte Neubauten aus den 50zigern dominieren die Stadt. Die Altstadt ist sehr klein, dennoch entdeckt man überall etwas Sehenswertes .....

30 Kilometer vor Ventspils finden wir an diesem Radioteleskop  einen Geocache. Früher wurde die Anlage von der Sowjetunion zu militärischen Zwecken genutzt. Die Gegend war Sperrgebiet. Heute forscht hier die lettische Akademie der Wissenschaften. 
Natürlich habe ich den Geocache auch geloggt :



Wir sind in der Stadt angekommen. Seit 2012 gibt es in Ventspils eine Kuhparade. Hier fotografieren wir die Blumen-Kuh. Das künstlerische Objekt ist 4 Meter hoch und 7 Meter lang :


Die Nikolauskirche von Ventspils....



....im Innern schön renoviert :






Die orthodoxe Kirche St. Nicolai hatte heute auch geöffnet :



Das hier ist ist Wander-Kuh. Ich hätte sie auch die Reise-Kuh genannt. Sie steht unten am Hafen der Stadt:


Kunst am Hafen. Mühelos erklimme ich den Stuhl, geformt aus vergoldeten Ankerketten:


Øyvind radelt an der Hafenpromenade. Ihn zieht es zur.....



....Matrosen-Kuh :


Zeit zum Relaxen ! Wir fahren zum Strand. Auch die Wege dorthin sind vorbildlich in Schuss :


Lufttemperatur 22 Grad. Die Ostsee hat erfrischende 19 Grad Wassertemperatur. Wir baden natürlich:



Auf dieser Strecke fährt eine kleine Schmalspurbahn. Die Brücke hat etwas idyllisches an sich. Irgendwie erinnert sie mich auch an die Ursprungszeit der Eisenbahnen :



Hier sind keine Kühe unterwegs. Diese blumigen Häschen haben etwas hübsches an sich. Dahinter sieht man den Bahnhof der Schmalspurbahn:


Dieses Foto ist Øyvind besonders gut gelungen. Ich finde die Architektur des Platzes aber auch wundervoll. Wir stehen vor der Konzerthalle von Ventspils. Hier hat man mittels einfacher Eisenstangen einen Hafen mitten in der Stadt angedeutet. Eine geniale Idee :



Montag, 26. August 2019

+++ TELEGRAMM +++ Kap Kolka - der Treffpunkt der Meere....

....heute erleben wir wieder ein ganz besonderes Highlight. Wir radeln zum Kap Kolka.
Hier treffen sich gewissermaßen zwei „Meere“. Die Rigaer Meeresbucht trifft sich hier mit der offenen Ostsee.
Das ist auch ein Farbenspiel, denn die Rigaer Meeresbucht ist Blau und die Ostsee schimmert grünlich.
Das Kap Kolka ist auch einer der wenigen Orte wo man sowohl den Sonnenaufgang als auch den Sonnenuntergang vom gleicher Stelle aus im Meer erleben kann.
Ein schöner Ort ! Heute sind trotz eines Sonntags nur wenige Touristen unterwegs.....

Øyvind radelt munter vorneweg. Am Ende des Tages sollen stolze 106 Kilometer auf dem Fahrrad Tacho stehen :



Ich esse gerade eine Banane und schaue mir dieses Beerenangebot an. Da war jemand sehr fleißig und hat Heidelbeeren und Preiselbeeren gesammelt : 



Die Kasse des Vertrauens erbittet 2 Euro pro Glas. Das nächste Beeren Frühstück ist für uns  gesichert :



Die Kälte ist für heute beendet, jetzt ist es hier richtig warm :



Rastpause , was nascht Øyvind denn da ?



Wir sind am Kap Kolka (auf deutsch Domesnes) angekommen. Der Aussichtsturm steht leider etwas zu weit hinten, man sieht leider kaum etwas vom Kap :


Die Kiefer sind auch zu hoch gewachsen, die Ostsee ist kaum noch sichtbar:






Man muss schon ganz genau hinschauen. Ganz hinten, auf einer künstlichen Insel steht der neue Leuchtturm von Kap Kolka :



Abendspaziergang - wir baden unsere Füße in der Ostsee: