Dienstag, 5. Juni 2018

+++ TELEGRAMM +++ Ausflug zum Berg der Kreuze.....

...mit der Litauischen Eisenbahn fuhren wir heute knapp 170 Kilometer nach Šiauliai ( deutsch Schaulen ). Šiauliai ist eine Großstadt mit circa 130.000 Einwohnern. Ganz große Attraktion ist der 12 Km von der Stadt entfernte katholische Wallfahrtsort Berg der Kreuze. Zu diesen Wallfahrtsort pilgerten wir mit unseren Rädern über ziemlich schlechte Wege. Aufkommender Gegenwind wirbelte uns zudem etlichen Staub und Sand ins Gesicht. Kurz gesagt - wir mussten ordentlich strampeln.
Der Berg der Kreuze entpuppt sich eher als Hügel der Kreuze mit mehreren 100.000 aufgestellten Kreuzen und Andenken, die die Betenden mitgebracht hatten. Viele Kreuze sind zudem mit Holz- , Bernstein- und Plastikketten umwickelt.
Durch den Wind klimperten diese Ketten fast schon mystisch.
Der Berg der Kreuze erlebte weltweites Aufsehen als Papst Johannes Paul II den Ort im September 1993 besuchte und hier eine Messe feierte.
Papst Franziskus besucht den Ort noch in diesem Jahr in September.

Los gehts mit der Bahn. Die modernen Dieseltriebwagen bieten viel Komfort und man sitzt bequem. Die Reisegeschwindigkeiten liegen bei 100-120 Km/h. Nach der ersten Hitzeperiode in diesem Jahr sind wir nach Angaben der Bahn langsamer unterwegs und erreichen Šiauliai verspätet:




Gegenüber dem Bahnhof befindet sich diese Kirche, welche wir besichtigen dürfen :


Die Fahrt zum Berg der Kreuze beginnt. Hier ist der Radweg noch gut und wir blicken auf die Kathedrale St. Peter und Paul in Šiauliai :


Den 71 Meter hohen Turm der Renaissance Kirche sieht man von weitem :


Der Berg der Kreuze ist erreicht. Auf diesen Bild sieht man den Pavillon auf welchem Johannes Paul II vor über  100.000 Gläubigen 1993 eine Messe feierte:


Mehrere 100.000 Kreuze aus aller Welt sind hier aufgestellt :


Beeindruckend :










Auf Geheiß des Papstes wurde dieses Franziskaner Kloster aufgebaut und bietet Platz für Ordensbrüder und Novizen:


Die kleine Kapelle ist mit Blick auf den Berg der Kreuze ausgerichtet. Eine gute Gestaltung des Architekten:








Wir treten den Rückweg nach Šiauliai an :


Ein Gebäude aus bester sowjetischer Zeit :


Die Kathedrale St. Peter und Paul beeindruckt uns sehr und wir machen vom Innern ein Foto :




Das Wahrzeichen der Stadt - Der Bogenschütze:
Auf einer 21 m hohen Säule steht seit 1986 das Wahrzeichen der Stadt: der goldene Bogenschütze. Er ist zugleich Zeiger der größten Sonnenuhr Litauens. Als Zifferblatt dient der gesamte Platz ( wird derzeit leider rekonstruiert) in den Metallziffern eingelassen sind. Man vermutet, dass sich Šiauliai vom litauischen šaulys (Schütze) oder saulė (Sonne) ableitet.
Wenn der Platz einmal fertig ist werden wir wieder anreisen :


Zum Abendessen kehren wir in dieses Pizzarestaurant ein. Leider dauert die Bedienung zu lange. Um den vorletzten Zug nicht zu verpassen  müssen wir die Pizza im Karton zum Bahnhof mitnehmen :




Ciao Šiauliai :










Montag, 4. Juni 2018

+++ TELEGRAMM +++ Memel bei Nacht....

...nun haben wir einige Tage in Klaipeda ( Memel) verbracht und noch immer sind keine Abend/Nachtfotos veröffentlicht.
Mir gefällt Klaipeda in der Gestaltung gut, Øyvind meint , er hätte schon hübschere Hafenstädte gesehen.
Der Betrachter der folgenden Bilder kann sich ja hier ein eigenes Urteil bilden.....

Unser Aufenthalt für 4 Nächte in Klaipeda-das Hotel Memel :



Ein Blick auf das Restaurant Schiff mit den Namen „Meridanas“ :


Der Hauptplatz der Stadt - der Theaterplatz mit dem Dramaturgischen Theater. Im Vordergrund etwas schlecht zu erkennen das Ännchen von Tharau Denkmal :


Überbleibsel vom „Festival of Lights“ , welches hier im Februar stattfindet , das bunt beleuchtete Rathaus von Klaipeda erstrahlt in den Nationalfarben Litauens. Ein sehr schönes Gebäude aus dem Jahre 1762 :




Sonntag, 3. Juni 2018

+++ TELEGRAMM +++ Ruhetag , der Blog geht heute an den Strand....

Die Überfahrt zur Kurischen Nehrung erfolgt mit diesem Schiff :



Hungrige Möven werden von Kindern fleißig gefüttert :





Zur Not kann man auch mit der Kutsche zum Strand gefahren werden :



Wir spazieren lieber durch dichte Wälder an den menschenleeren Strand :






Sogar eine Sauna gibt es am Strand und diese ist heute den ganzen langen Tag geöffnet :



Hier fühlen wir uns wohl und entspannen einmal ohne unsere Fahrräder:


Nach unserem Strandtag steht der Rest des Tages im Zeichen des Genusses. Wir essen Honigkuchen, genießen Brewdog Bier und lassen uns mit leckeren Fischgerichten verwöhnen:


So entspannt sieht man mich selten :


Samstag, 2. Juni 2018

+++ TELEGRAMM +++ Der Kreis ist geschlossen....

...nachdem wir Nida über die Kurische Nehrung erreicht hatten und später beschwerlich über das Memeldelta fuhren erreichten wir nun Nida luxuriös per Boot.

Erneut radelten wir heute über die wunderschöne Kurische Nehrung zurück nach Klaipeda.
Dass die Kurische Nehrung ein wahnsinnig begehrtes Reiseziel ist merkten wir am vielen Ausflugsverkehr und natürlich dem wunderschönen Strandwetter. Es war heute deutlich voller als am Wochenanfang.

Ein Bild von gestern Abend. Bei einem leckeren Bier schauen wir auf das Boot welches uns am frühen Morgen nach Nida bringen soll :


Der Abschied vom Camping in Ventė fällt uns nicht leicht:


Sonnenuntergang :


Hier sind wir auf hoher See - Nida ist in Sicht :


Die Räder sind ausgeladen, gleich startet unsere Radtour :



Eindrücke vom wunderschönen Urlaubsort Nida :


Ein letzter Blick auf die sagenhafte Dünenlandschaft :


Die beiden Künstler musizieren wieder und sorgen für Stimmung am Strand :


Klaipeda hat sich heute hübsch gemacht. Die Segel sind gesetzt!!!




Freitag, 1. Juni 2018

+++ TELEGRAMM +++ 93 Kilometer im Memeldelta unterwegs....

... unsere Radfahrt begann am frühen Morgen am Zeltplatz in Vente. Da wir noch das etwas abgelegene Dörfchen Minija besuchen wollten mussten wir knapp 10 Kilometer über ganz schlechte Wege das Fahrrad teilweise schieben.
Das Dörfchen Minija, zu deutsch Minge wird als das „Venedig unter den Deltadörfern“ genannt. Ganz klar , dass wir diesen Ort auch sehen wollten.

Am Nachmittag radelten wir von Šiluté (deutsch Heydekraut) nach Rusné ( deutsch Ruß) und zurück).  
In Rusné kamen wir wieder ganz nach an die Grenze zwischen Litauen und Russland. 
Später badeten wir in der Memel.....

Der Zeltplatz in Vente :



Dieses Fährboot startet erst am Samstag zu seiner regelmäßigen Überfahrt von Vente nach Nida. Wir wollen dann mitfahren :


Los gehts :


Hier erreichen wir das „Venedig unter der Deltadörfern“. Naja, ich hatte etwas mehr erwartet..Gerade weil die Anfahrt eben auch so anstrengend war :

Nachdem wir ein Zimmer in einer sehr angenehmen Pension bezogen haben, radeln wir von Šiluté nach Rusné. 
Ein Blick auf die alte Evangelische Kirche :


Grenzposten 514 an der Litauisch-Russischen Grenze :


Wir blicken hinüber nach Russland:


Jetzt zum Leuchtturm in Uostadvaris. Der Leuchtturm ist 18 Meter hoch und wurde im Jahre 1873 erbaut.
Hier gibt es sogar einen lieben Leuchtturm Hund der vor allen Dingen viel gestreichelt werden will :


An der Memel wollen wir uns erfrischen. Nach den letzten heißen Tagen hat der Fluß Badetemperatur bekommen :


Øyvind ist schon drin :


Die alte Brücke von Śiluté. Die Brücke ist schmal und gefährlich. Egal, die Autofahrer heizen über die Brücke mit hohen Geschwindigkeiten:




Endlich probieren wir einmal das Leibgericht der Litauer. Es gibt kalte Rote Beete Suppe mit viel Dill und heißen Kartoffeln. Das schmeckt lecker und erfrischt sogar ein bisschen !





Nach über 90 Kilometern radeln gönne ich mit einen ordentlichen Rindfleisch Burger, Øyvind genießt zum Nachtisch…..


…..einen Pfannkuchen mit Quark und Erdbeeren. Uns schmeckt es gut und die Aussicht am Yachthafen ist schön :